Arbeitsfeld Tanztherapie

Das Arbeitsfeld der Tanztherapie umfasst ein weites Spektrum. Tanztherapie findet sich in der Kinder-, Jugend- und Gerontopsychiatrie, Sozial- und Pädiatrie, Neurologie, Onkologie, in Kur- und Rehabilitationszentren, Altenheimen, Forensik, Nachsorgeeinrichtungen und sozialpsychiatrischen Einrichtungen, darüber hinaus in der Prävention, wozu die Kinder-, Jugend- und Altenarbeit sowie Beratungsstellen zählen, und in der Entwicklungsförderung wie Behinderteneinrichtungen, Frühförderung, Sonder-, Förderung- und Integrationsschulen und -tagesstätten und Heimen.

Tanztherapie eignet sich bei körperlichen, emotionalen und kognitiven Störungen, vor allem zur Stressreduktion und zur Schaffung eines besseren Körpergefühls.

Aber auch bei neurologischen Erkrankungen kommt sie zum Einsatz, wie z. B. bei Parkinson:

orteile für Parkinson-Patienten sind u.a. erhöhte Dopaminausschüttung durch Freude an der ästhetischen Bewegung, Schulung des vestibulären Systems und der Koordination für mehr Sicherheit im Alltag.

Zu Musik aus verschiedenen Stilrichtungen werden Kreistänze und andere Tänze unterschiedlicher Herkunft und Epochen getanzt, geführte Improvisationen zu Musik und Bildern oder Geschichten erlebt. Durch den kreativ-künstlerischen Umgang mit dem Körper werden  Haltung, Balance und Koordination geübt und geschult und die Muskulatur gekräftigt-

Das Aufgehen in Tanz und Musik, das Miteinander in der Bewegung und im Rhythmus bringt Freude, die auch darüber hinaus im Alltag spürbar bleibt.

Die amerikanische Gesellschaft für Tanztherapie (ADTA) nennt insbesondere folgende Indikationen:

Autism: therapists connect on a sensory-motor level, provides a sense of acceptance and expands skills and cognitive abilities, increases maturity
Learning Disabilities: develops better organizational skills, learns/experiences control and choice, higher self confidence, new inspirations to learn
Mental Retardation: improves body image, social skills, coordination, and motor skills, promotes communication
Deaf and Hearing Impaired: reduces feelings of isolation, provides inspiration for relationships
Blind and Visually Impaired: improves body image, motor skills, and personal awareness
Physically Handicapped: improves motor skills and body image, provides a way to communicate and express emotions
Elderly: provides social interaction, expression, and exercise, alleviates fears of loneliness and isolation
Eating Disorders: alters distorted body images which helps end destructive behaviors, discovers symbolic meanings behind disorder/food PTSD: weaves together past and present through symbolism in a “safe place” to confront painful memories  
Parkinson’s Disease: uses rhythm to help reduce body dysfunctions which improves motor abilities, balance, and use of limbs
Holistic Birth Preparation: implores relaxation techniques to reduce anxiety, learn breathing techniques and release energy, builds confidence to help cope with labor, birth and early parenting